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 Diary of Dreams

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Kaela Khan
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BeitragThema: Diary of Dreams   Sa 23 Aug 2014, 17:32

Ein Stern unter vielen.

Megara ist ein Produkt der Pop-Kultur - und da ist sie nicht wenig stolz drauf. Es beflügelt die Phantasie - und die Raumfahrt, der sich ihr Vater verschrieben hatte, beflügelt IHRE Phantasie. Und das All hat viele Vorteile. Man stelle sich vor - bereits hinter dem Jupiter ist die Sonne nicht mehr viel größer als andere Sterne - im All liegt die Zukunft, da ist Megara sicher.
Sie liebt Magazine wie HEAVY METAL und die dazugehörigen Filme. Die hobbymäßige Rockröhre mit Hang zu den 80ern sieht es vor ihrem inneren Auge schon genau vor sich: Der Jupitermond Europa wurde terraformed und in Aquablue umbenannt, ein Paradiesplanet vom Feinsten. Der Mars ist eine Militär- und Rüstungswelt - Io ist eine Industrie- und Minenwelt und Ganymed und Miranda sind Agrarwelten. Im Asteroidengürtel befinden sich Mineralbergungsunternehmen und Raumwerften - und Triton - wirklich am Arsch des Sonnensystems - wird der finstere Knastmond.
Nanogenetik und Körperanpassungen sind weit verbreitet, so daß sich jemand wie Megara nicht länger dauernd verstecken muss - und weiter außerhalb des Systemkerns spielt so etwas Nebensächliches wie `Tageslicht´ ohnehin eine eher untergeordnete Rolle.
In einer solchen Umgebung - einer zugequarzten, fertigen Raumfahrerkneipe zum Beispiel - ENDLICH mal mit einer Band richtig auf´s Blech klopfen zu können - das wär´ doch mal was! Und Megara würde da raufkommen, da würde ihr schon was einfallen. Dann wäre sie der erste... Space Vamp. Wenn DAS nicht krass ist!



Als Teenie konvertiert bleibt man wahrscheinlich zu einem gewissen Teil auf ewig träumerisch. Es ist ein Unterschied, theoretisch unsterblich zu sein - oder aber ewig jung. Megara hat sich für Letzteres entschieden. Sie mag auch diverse Animeserien sehr gern. Daß sie all dies so... frisch erleben darf, dafür ist sie ihrer Familie dankbar bis zum jüngsten Tag. Megara ist mittendrin, live dabei und immer am Ball.
Das ist etwas, das sie von vielen anderen ihre Schlages unterscheidet - bis auf ihre `Familie´, die denkt da ähnlich. Fortschritt rockt - und Megara lernt gerne was Neues dazu.
Über das Thema `Raumfahrt´ hat sie schon mit Messinah und Diane gespprochen - und ebenfalls über ihre Version der Zukunft. Messinah würde sich auf Triton eine vernünftige Burg bauen - und Diane in den ewig schattigen, schwarzen Wäldern... auf die Jagd gehen.
"Gehe mal davon aus, daß auf so einem Knastmond nur die würklich üblen Zeitgenossen landen würden, die man weit weg haben will. Ich denke mal, daß Du denen nicht nachjammern würdest, Du kleines Weichei?" lächelte Diane.
Megara mag ihre Mutter. Sie ist ziemlich finster - andererseits aber auch einfach ultracool. Und Messinah tippte an ihre Stirn: "Du hast Phantasie, Kleines - bewahre sie Dir. Die wird Dich noch weit bringen. Abgesehen davon hat alles `Übernatürliche´ mit dem zu tun, was sich hier oben abspielt. Und je mehr `Prozessorkapazität´ Du für sowas hast - desto mehr Tricks kannst Du irgendwann aus dem nicht vorhandenen Hut zaubern. Also: Schlau bleiben, neugierig sein - und weiter träumen."
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Kaela Khan
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BeitragThema: Re: Diary of Dreams   So 24 Aug 2014, 20:54

Hidden Voyage

An einen vernünftigen Pass kommt man schnell. Das bedeutet aber nicht, daß man als kleine, süße und grundsätzlich auch nette Rock-Vampiresse es besonders leicht hat, wenn man unterwegs ist und sich Land und Leute aus einem... anderen Blickwinkel ansehen kann. Aber es bedeutet, daß es wiederum andere Situationen gibt, in denen man brillieren kann - was anderen weiblichen Hominiden höchstwahrscheinlich eine Anmerkung als Opfer eines Verbrechens in einer Kriminalstatistik eingebracht hätte - und eine praktische Eigentumswohnung - zwei mal ein Meter groß ungefähr. Natürlich hatten ihre Eltern einige Fragen an Megara - was hat es mit den grauen Haaren auf sich, warum kommt sie nur nachts vorbei und... eines Nachts bekamen sie Besuch von einer Mrs. Pendragon, die ihnen den Fall von Megara eindrücklich darlegte: "Es gab auf dem Musikfestival einen Zwischenfall - aus einem nahegelegenen Gefängnis haben sich zwei Individuen befreit, die äußerst brutal und gewaltbereit waren. Das, was nach diesem Tag von Ihrer Tochter noch übrig war, wäre in jedem normalen Krankenhaus beim OP-Hund im Napf gelandet. Jedoch hat der Pendragon Trust wie Sie, Captain Stone..." tippte die rothaarige Frau im Nadelstreifenkostüm dem NASA-Testpiloten auf die Brust: "...eine Verpflichtung gegenüber diesem Land. Und dieses Land hat Ihnen gegenüber ebenfalls eine Verpflichtung. Also kam eine neuartige, noch in der Entwicklung befindliche Behandlung zum Einsatz..."
"Meine Tochter ist ein... Versuchskaninchen gewesen?" rief Megara´s Mutter aus und Messinah drehte sich zu ihr um: "Genau. Denn sonst, wäre sie nun tot. Ich denke nicht, daß Ihnen dies besser gefallen würde, oder?"
Sprachlos sah Megara´s Mutter erst die rothaarige Frau an - und dann ihre Tochter, die... seltsam anders, aber offenbar gesund und zufrieden wirkte. Diese Mrs. Pendragon aber fuhr fort: "Es gab gewisse... Begleiterscheinungen, das ist wahr. Optisch wird Ihre Tochter sich nicht mehr verändern und sie sollte sich aus der Sonne raushalten. Das sind die Hauptsymptome. Andererseits aber ist sie nun in der Lage dafür zu sorgen, daß ihr zwei Ganoven nie wieder gefährlich werden können. Sie ist nun noch zu ganz Anderem in der Lage - und hat sich daher entschieden, in den Dienst der nationalen Sicherheit einzutreten - meine Hochachtung, Ma´am - eine großartige Tochter haben Sie da."
Messinah salutierte vor den verblüfften Eltern: "Stellen Sie sich ihre Tochter von nun an als eine Mischung aus... Geheimagentin und Superheldin vor - das würde der Sache wohl sehr nahekommen. Oh ja - was heute hier gesagt wurde - habe ich nicht gesagt und Sie nicht gehört. Aber dieses Land ist Ihnen eine Erklärung schuldig gewesen."
Megara erinnerte sich daran, als wäre es gestern gewesen. Ihre - nunja - Großmutter, könnte man sagen - hat einen Knall, ist hochintelligent - und eine talentierte Schauspielerin, wie es schien. Megara sah Messinah an, die souverän die riesige, lackschwarze `59er Eldorado-Limousine zurückfuhr - ein Fahrzeugtyp, der in dieser Farbe so bekannt war und dermaßen hochoffiziell aussah, daß es nur von der Regierung stammen konnte. Messinah grinste: "Im Prinzip bist Du aber genau das. Und Du wirst das tun, was ich Diane seit ewigen Zeiten predige - aber da sie zu dickköpfig ist auf Mama zu hören..."  
"Und wie kommst Du darauf, daß Ich das tun werde?" sah Megara sie skeptisch an.
"Weil Du es ohnehin schon tust." erwiderte Messinah: "Du bist eine so richtig schöne Recht-und-Ordnung-Person - und auch, wenn es sich ausgerechnet und von mir in diesen Zeiten vielleicht seltsam anhört: Genau das sind die Personen, die wir wirklich brauchen können. Und es kommt die Zeit, da Du dies auch begreifen wirst - und Dich bestätigt sehen wirst..."
Und so tourt Megara bis heute durch die Städte der U.S.A. - stets auf der Suche nach einer guten Kneipe, einem guten Gig - netten Abenteuern und der Gelegenheit etwas bewirken zu können, das trotz dem, WAS sie ist, sie mehr als das definieren könnte, WER sie ist. Möglicherweise etwas naiv, aber hilfsbereit und erstaunlicherweise sehr optimistisch.

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BeitragThema: Route 66   Di 26 Aug 2014, 03:13

Ein Motel mit herabgelassenen Jalousien ist Megara´s typischer Zufluchtsort für den Tag. Immer unterwegs, immer auf Achse - und zumeist auch alleine. Die einzigen Konstanten sind ihre regelmäßigen Gigs in kleinen Metalkneipen - und natürlich ihr heißgeliebtes `Bluesmobile´. In einem Land, das vornehmlich von langen, geraden Straßen beherrscht wird, gibt es nichts Besseres als ein langes, gerades Auto.



Geschlafen wird grundsätzlich in der südöstlichen Ecke der jeweiligen Unterkunft. Es hat sich gezeigt, daß dort, wo die Sonne nach dem Auftauchen am schnellsten wieder verschwindet die persönliche Sicherheit am höchsten ist. A Propos Sicherheit: Megara hätte nicht gedacht, daß ihre `Tante´, die sanfte und friedfertige Enielle, ihr etwas zeigen könnte, das hilfreich ist. Sie ist (im Gegensatz zu Diane) eine sehr geduldige Lehrerin. Und in ihrer Jugend war sie oft mit ihrer düsteren Schwester unterwegs. Zu hören, was die zwei in der Zeit Ludwigs des Vierzehnten für Husarenstücke über die Bühne brachten, war bemerkenswert. So war Enielle erstaunlich gut darin, mit Klingenwaffen umzugehen.



Allerdings hatte Diane immer noch Spaß an ausgefallenen Nachtausflügen - und mit ihrer Tochter war sie auch gerne mal unterwegs. Diane hatte sogar eine ähnliche Vorliebe für Autos - aber ihres sah... etwas anders aus. Es passte zu Diane. Ein alter, mattschwarz lackierter Oldsmobile Toronado aus dem Jahr 1969. Das riesige, düstere Coupé mit den Klapplichtern hatte eine obskure Strichliste an der Fahrertür, nach deren Sinn Megara lieber nicht fragte. Was Diane am meisten fuchste war die Tatsache, daß Megara recht wählerisch war, was die Nahrungsbeschaffung anging - nun, was soll´s - Diane beschloss mitzuspielen und erklärte, worauf ihre Tochter achten musste, wollte sie einen `Imbiss nach Wahl´ zu sich nehmen. Und selbst da machte Megara Unterschiede, manchmal verkloppte sie die Typen nur nach Strich und Faden. Also, von ihr hatte sie das nicht, das wusste Diane. Aber das machte ihre Tochter auch so putzig.
War ihr das Jagdglück dann mal hold, war sie sogar recht stolz, was wiederum Diane stolz machte. Und Megara hatte auch keine Probleme damit ihre Beute mit ihrer Mutter zu teilen. Immerhin war Diane ihre Mutter. Sie war unheimlich, manchmal auch furchterregend - aber immer für Megara da. Und Diane war in Megara´s Augen nun mal verflucht cool.
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BeitragThema: Re: Diary of Dreams   Fr 29 Aug 2014, 09:45

Buffy im Bann der Dämonen

...und Charmed, waren öfters mal Anlass zu höchster Belustigung - das waren so die Highlights des Frühabendsprogramms, wo sich nicht mal die ansonsten eher reserviert wirkende Enielle ein Lachen verkneifen konnte. Ja - wenn es tatsächlich so ablaufen würde, hätten sie wesentlich weniger Sorgen, außer der, daß die Menschen einem wirklich ernsthaft auf die lächerlichste Art und Weise auf den Pelz rücken könnten.
Unwissenheit ist ein Segen.
"Was geht´n hier? Man versteht ja seinen eigenen Irrsinn gar nicht..." sah Messinah neugierig in das Wohnzimmer rein - und sah sie alle drei um das Sofa rumglucken. Enielle, bequem und vertraut mit untergeschlagenen Beinen an Diane gelehnt, die wiederum Megara umarmt hatte, die auf dem weichen Teppichboden zwischen Diane´s Beinen hockte.
Man sagt, Vampire seien tot - das Mystische an den sogenannten Untoten. Aber das ist so nicht ganz richtig. Zombies sind Untote. Vampire haben durchaus einen noch vorhandenen Kreislauf - nur läuft dieser bei ihnen eher langsam und leise ab - es ist kein Pumpen, sondern eher ein andauerndes Fließen. Und in solchem Momenten konnte es sein, daß sich das Herz eines Vampirs, wie Messinah einer war bemerkbar machte. Und daß ihr Weg eine Familie, ein eigenständiges Haus aufzubauen für sie alle der richtige Weg war.
Messinah - momentan dabei die 70er noch einnmal nachzuerleben, indem sie eine Schlagjeans und eine vor dem Bauch zusammengeknotete Bluse trug (inklusive einer Halskette, die einen Peace-Anhänger hatte) - setzte sich einfach zu Megara auf den Boden und  war zufrieden. Megara musterte die Frau mit der süßkirschroten Löwenmähne und kicherte: "Hihi - Du siehst fast aus wie ich damals..."
"Du kommst aber nicht auf die Idee, mich `Oma´ zu nennen, oder?" sah Messinah misstrauisch zu ihr rüber und Megara lachte: "Nö! Du siehst NULL nach `Oma´ aus!"
"Hähähä... sowas hört ein altes Mädchen wie ich natürlich gerne." lehnte sich Messinah gemütlich gegen das Sofa.

Hier, in einem Einfamilienhaus in einem Vorort von Portland hatte die `Familie Pendragon´ mit Messinah als `alleinerziehender Mutter´, sogar öfters Besuch von den Nachbarn. Da sprach auch nichts gegen, denn Messinah hielt das alte Siebenbürgener Gastrecht stets hoch in Ehren. So hatte die rothaarige Frau in der Nachbarschaft selbstverständlich ihre Verehrer - und ebenso ihre `drei Töchter´. Und selbst die eher rusitkal veranlagte Diane fand es angenehm, mit einigen Jungs aus der Nachbarschaft mal eine Discothek aufzusuchen. Die gestandenen Männer waren natürlich auch bei den Barbecue-Nächten höchst angetan von der `Red Lioness´ und ihren drei Fleischfressenden Pflanzen. Die konnten reinhauen. Mit solchen Eigenschaften hatte man bei den bodenständigen Leuten natürlich einen Stein im Brett. Vor allem mit ihrer Vorliebe für `sehr englische Steaks´.

Und beim Plinking konnten Diane und Megara richtig punkten - was konnte die Phantasie eines uramerikanischen Mannes mehr anregen als ansehnliche junge Damen, die zudem noch Ahnung von Feuerwaffen haben? Messinah und Enielle hingegen waren die `Walking Wikis´ der Damenwelt des Städtchens - es gab kaum eine Frage, auf die sie keine Antwort, kein Problem, für das sie keine Lösung parathatten. Und beim alljährlichen abendlichen Thanxgivin´ Festival konnte Megara selber sich einen kleinen Traum erfüllen - und ab und zu bei einigen der Livebands ein wenig mitjammen.

Muss man erst sterben, um das Leben genießen zu können? Eigentlich nicht... aber es ist hilfreich, will man seinen Wert richtig einzuschätzen lernen.


Zuletzt von Kaela Khan am So 26 Okt 2014, 21:55 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Diary of Dreams   Mi 03 Sep 2014, 21:35

Familie ist was Tolles - und als Oma...

...kann man feststellen, was genau man seinen Kindern mitgab - was diese wiederum vererbt haben. Fin aber ist... eigen.



Fin ist gut in vier Sachen: Angst haben, blitzschnell verschwinden, Katzen jagen und rumschweben. Andere Begabungen stehen noch aus und harren geduldig ihrer Entdeckung. Das weißhaarige Mädchen traut genau zwei Leuten: Enielle (also ihrer `Mutter´) und Messinah - warum auch immer - aber die ist ja auch verrückt. Diane ist ihr zu brutal und Elaine zu gruselig. Elaine sagte einmal in ihrer typischen, knochentrockenen Art: "Passt nur auf, was abgeht, sollte Fin eines Tages herausfinden, was Vampire sind - und daß sie dazugehört."
Fin´s Geschichte (sofern bekannt) hätte sich Tim Burton nicht besser einfallen lassen können (mitsamt Musik von Danny Elfman, versteht sich). Sie beginnt eigentlich schon lange vor ihrer Geburt, gleich nach dem Großen Brand von London - im Bethlem Hospital (von Betlehem). Aufgrund der Tatsache, daß man damals das Jahr 1666 schrieb, gingen nicht wenige davon aus, daß hierbei Teufelswerk zugange war. Nun, in der berüchtigten Klinik stimmte das wahrscheinlich sogar. Schon gemäßigter als das Vorgängergebäude hatte auch dieses `Madhouse´ einen denkbar schlechten, düsteren Ruf und wurde weiterhin `Bedlam´ oder sogar `Badlam´ genannt - ein Wort, daß sich in seiner finsteren Bedeutung in der britischen Sprache schnell eingebürgert hat. Mit zu dieser üblen Reputation führte eine `Dynastie der Direktoren´ die von der einflußreichen Familie Munroe gestellt worden war. Ob diese Leute medizinisch-psychologisch überhaupt irgendwelche Referenzen vorweisen konnten ist nicht weiter bekannt - jedoch wurde in dieser Klinik eher noch nach der Methode vorgegangen, daß Verrücktheit eine Form der Besessenheit sei. Was besagt, daß man versuchte, den Teudel aus den Leuten herauszuprügeln. Aderlässe waren ebenfalls sehr beliebt - da man von der Theorie der Vier Körpersäfte ausging und man im allgemeinen glaubte, daß geistige Unausgewogenheit auf ein Ungleichgewicht dieser vier geheimnisvollen Ingredienzien zurückzuführen sei. Dann hielt sich da noch das Gerücht, daß manche vermögenden Bürger sich so einfach unliebsamer Mitbürger und Familienangehöriger entledigen konnten - indem sie sie einfach für verrückt erklärten. Über die Jahrzehnte der Beschwerden und des politischen Drucks öffneten sich die Munroes wenigstens der Wissenschaftlichen Revolution und der Aufklärung, denn das brachte Vorteile - wie diese neuartigen Elektroschocks, Experimente mit abenteuerlichen Medikamenten und Kräutermixturen, das Anketten an die Liegestatt - und man konnte nun ungestraft an verstorbenen Patienten herumsägen und nachgucken, ob man vielleicht so herausfand, was mit ihnen nicht gestimmt hat. Und Fin, gerade 21 geworden und somit volljährige Erbin eines nicht unbeträchtlichen Vermögens, konnte dank ihres gesetzlich vorbestimmten Vermögensverwalters all dies aus erster Hand miterleben. So kam das ohnehin schon recht scheue Mädchen zu seinen weißen Haaren.
Und Enielle? Wäre sie nicht `gestorben´, wäre sie wahrscheinlich Hospizschwester geworden. Aber dank des umfangreichen Wissens von Messinah war sie nun eine bessere Ärztin und Psychologin als sie es hätte `zu Lebzeiten´ jemals werden können. So kam sie eher durch Zufall in diese Horror-Einrichtung... und das war das erste Mal, daß Enielle die Fassung verlor - und das hatte weitreichende Folgen. Diverse Krankenpfleger und Ärzte wurden auf unerklärliche Art und Weise wahnsinnig. Einer fiel in einen Wandspiegel und eine der langen Scherben zerschnitt ihm die Halsschlagader (Dies ist übrigens statistisch gesehen die seltenste Todesart der Welt) und ein anderer landete kopfüber in dem riesigen aufgeheizten Kochbottich für die Wäsche - als man ihn in der Kellerwaschküche fand, roch es bereits stark nach verkohlter Baumwolle und Eintopf - und das Fleisch fiel ihm so von den Knochen. Der Facharzt für das Anwenden von Elektroden ertrank bizarrerweise wie zum Gebet kniend in einer Kloschüssel - und der Anesthesist ist in seiner Wohnung offenbar von einem Bären angefallen worden. Der amtierende Direktor Munroe aber steckte sich an einer unheilbaren, seltenen Geschlechtskrankheit an. Seine maßlos düpierte Frau verließ ihn daraufhin mit allem, was er besaß - und sein verbitterter Vater ließ ihn von einem ehemaligen Kolonialsoldaten erschießen - woraufhin er und besagter Soldat Bekanntschaft mit dem Strick machten. Zu dieser Zeit war Enielle ihren Freunden und Bekannten gegenüber dermaßen... fremd geworden, daß sogar Diane sich jeglichen dummen Kommentar sparte.
`Soviel also zu stillem Wassern.´ dachte sich Messinah damals - und war überrascht, als Enielle eines Tages dieses gequälte Etwas mit nach Hause brachte, das man erst mal an Geist und Seele heilen musste, bevor man das heilte und wiederherstellte, was noch an Körper vorhanden war. So kam Fin zur Familie Pendragon. Auch sie ist eine waschechte Solitaire - auch, wenn man sie kaum zu Gesicht bekommen wird. Fin ernährt sich aus Messinah´s `Weinkeller´ (Kliniken sind so praktisch)m kümmert sich inzwischen um EDV-Aufgaben und Computerprobleme - und fängt in ihrer Freizeit Katzen. Nur, um sie wieder laufenzulassen. Und Messinah - hat sie alle im Blick.



Und sie denkt sich ihren Teil. Und amüsiert sich dabei königlich. Und sie weiß - Enielle ist eine dermaßen liebevolle und aufopfernde Person, daß sie immer meint, es gäbe zu viel zu tun für jemanden wie sie. Zumeist in helle sportliche Kleidung gehüllt macht sie eigentlich keinen sehr `vampirhaften´ Eindruck. Enielle ist... nett. Leise, höflich, aufmerksam und ungeheuer phantasiereich, wenn es darum geht Probleme zu lösen. Und da, wo Diane brutal wird - wird sie... extrem gruselig. Man sollte ihre Kinder, Freunde und Bekannten also nicht zu sehr ärgern oder bedrohen...



...denn ansonsten kann es passieren, daß Enielle zurückdroht. Enielle ist eine gute Mutter.


Zuletzt von Kaela Khan am So 26 Okt 2014, 22:02 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: How a Girl gets her Gun   Fr 05 Sep 2014, 02:00

Daytona Beach Party, 2004

PARTY TIME! Niemand aus den U.S.A. würde es wagen die Chance zu verpassen, einmal dabeigewesen zu sein - also fuhr Megara ebenfalls dorthin. BORN IN THE U.S.A.! Natürlich kann Megara dort nur nachts auftauchen - aber nachts wird dort auch alles gemacht, was schon tagsüber Spaß verspricht. Also parkte sie ihren ´71er Riviera Boattail zwischen anderen zum Teil recht abenteuerlichen Autos und stieg in ihrer Feiergarderobe aus, die aus ausgeblichenen, alten und knallengen Schlagjeans, bequemen Halbschuhen im Stil der frühen 80er und einer am Bauch zusammengeknoteten karierten Bluse bestand. Dazu ein breiter, weißer Gürtel mit einer Rob-Zombie-Gürtelschnalle und es konnte losgehen.
Und sie probierte alles Mögliche aus und sah sich alles an - sei es nächtliches Wellenreiten, Tattoo- und Piercing-Stände, abenteuerliche Imbissbuden - und einen amüsanten, älteren, irischstämmigen Herrn, der hier wohl wohnte und immer noch über die Amis staunte.  
"Meine Fresse, die sind unglaublich - aber nicht so schlimm, wie die fetten Rösser, die wie riesige Interstate-Greyhounds durch die Mall schlüren. Lady, ich sage Ihnen, wenn Sie mal einen dieser Fettsäcke sehen, fragen Sie sich, wie die auf´s Klo gehen. Und: Sie sind immer zu viert unterwegs - ein fetter Kerl, seine fette Alte und zwei ungefähr 12 bis 14 Jahre alte fette Kinder, die genau so viel wiegen wie ICH! Und einer von denen hat immer so ein saublödes T-Shirt an, auf dem steht `I´m with Stupid´. Scheint eine beeindruckend große Familie zu sein."
Megara amüsierte sich königlich mit dem Mann, der neben ihr herging, während sie vergnügt an ihrem Zuckerwatte-Ungetüm arbeitete. Er wetterte weiter: "Und dann immer diese saudummen Rucksäcke - geht denn keiner mehr einfach mal so vor die Tür? Sehen Sie sich an - KEIN Rucksack. Sie sehen NICHT aus, als hätten Sie vor, irgendwo hin zu wandern, was weiter als vier Tagesmärsche weg ist! DIE haben einen Rucksack - damit sie haufenweise Bullshit kaufen können, der sie innerhalb kürzester Zeit nicht mehr interessiert. Dann fliegt das Zeugs nur unnütz in deren Bude rum. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, daß Ihr Scheiß stets Zeugs ist - und das Zeugs anderer Leute meistens Scheiß? Aber diese fetten Schweine brauchen natürlich freie Hände - denn sie müssen ja alle paar Meter irgendeinen Blödsinn fressen. Alles, was Jumbo, Premium und Kingsize ist - wie sie selber. Ich sage Ihnen was, die Typen fressen alles. Und wenn es frittierte Waschbärärsche am Spieß wären - immer rein damit. Vor allem mit Butterkruste und Cranberry-Dip!"
Schallend lachend ging Megara neben dem Mann her, den sie Grumpy Gramps nannte. Bei einem Wet Shirt Contest blieb sie stehen und es fiel ihr auf, daß ihre Oberweite eigentlich gar nicht mal so klein war. Grumpy Gramps winkte ab: "Das ist auch so was uramerikanisches - Hauptsache Hupen. Was eigentlich eine jämmerliche Entschuldigung für einen landesweiten Muttikomplex - und somit Blödsinn ist. Die wirklich interesanten Dinge spielen sich natürlich eine Etage tiefer ab. Gehen Sie nach Südamerika - die wissen, worauf es ankommt und ich garantiere Inen: Mit IHREM Fahrgestell wären Sie da der Hit!"
"Hey, Missie - macht der alte Sack Dich dumm an?" tauchte ein junger Kerl in einer rotweißen Collegejacke auf, der verdächtig nach einem Sportstipendiaten aussah. Es war immer wieder erstaunlich, was für einen Ton manche Leute am Leib hatten. Megara war vollkommen baff, aber Gramps beileibe nicht: "Was ist los, Du Protein-Silo? Wieder mehr Muskeln als Hirnzellen am Start? Kannste nicht sehen, daß ich mich mit der Lady unterhalte?"
Der junge Mann grinste schief: "Opa, wo hast Du nur Deine Manieren her?"
"Da, wo Du sie ausgekotzt hast, Jungchen - und nun sieh zu, daß Du Land gewinnst." grummelte Gramps ihn an, während die umstehenden Leute sich kaputtlachten - auf Kosten des Jungen, wie es schien. Megara lachte immer noch, als sie sagte: "Sie sind echt unglaublich!"
"Und das ist wahrscheinlich auch besser so." holte sich der Mann eine Dose Bud. So kamen sie wieder an den parkenden Wagen vorbei - wo ein Mädchen mit kuirzen, wuscheligen schwarzen Haaren das ungewöhnliche Heck des Buick bestaunte. Der Mann wiederum bestaunte IHR Heck, das in einer knallroten Stretch steckte, an deren Seiten breite weiße Streifen von oben nach unten liefen - um in Biker Boots zu verschwinden. Megara machte lächelnd die Beifahrertür auf und holte ihren alten, flachen Clint-Eastwood-Hut aus dem Wagen: "Gefällt Dir der Wagen?"
Das Mädchen sah sie staunend an und wurde knallrot: "Uh - Sorry, aber so einen Wagen..."
"...sieht man bedauerlicherweise nicht mehr oft." stimmte Gramps zu: "Wir kriegen in diesem Land nicht mal mehr vernünftige Autos gebaut. Stattdessen irgendwelche Peinlichkeiten auf vier Rädern mit einprogrammiertem Verfallsdatum oder andere Designunfälle aus recyceltem Plastik. Und was passiert? Jeder, der es sich erlauben kann, holt sich `ne ausländische Karre."
Das Mädchen und Megara sahen sich an - und beide lachten schallend drauf los. Und während Gramps von dem metallicbeigen Buick und seinem fast fabrikneuen Zustand schwärmte, nahmen sie zu dritt darin Platz und ließen etwas das Radio laufen. Das Mädchen stellte sich als Stacey vor und Gramps meinte: "Ich bin George. Merkt ihr das? Der RIECHT sogar nach Auto. Die neuen Karren riechen alle nach... Nix. Und man verpasst auch nix, wenn man mit so einem Ding fährt - die Karren machen ja alles von selber!"
Später ging Gramps noch mal los, sich `Ballerbrühe´ besorgen, während Stacey und Megara sich mal etwas bei den Schmuckständen umsahen. Und noch etwas später mussten die zwei feststellen, daß sich Gramps offenbar in Schwiergikeiten gebracht hatte. Megara bemerkte den Typ von Vorhin, der sich offenbar zwei Biker angeheuert hatte, die den `aufmüpfigen Opa´ zurecht stutzen sollten. Hm... was tun? Megara setzte der verblüfften Stacey ihren Hut auf - und ging zu den dreien hin. Sie ging zwischen den schaulustigen Leuten durch und zu den beiden Motorrädern der Biker - und kickte sie einfach um. Die beiden kannten dieses Geräusch - und sahen sich um. Da stand Megara. Lächelnd sah sie die beiden an: "Habe ich nun die Aufmerksamkeit der beiden Herren?"
Tatsächlich hatte Megara nicht allzuviel Ahnung vom Umgang mit schwereren Gegnern. Aber sie hatte die Stärke ihrer Mutter, die Schnelligkeit ihrer Mutter - und die Tricks von The Rock und Steven Seagal. Sie mochte den Style, mit dem Letzterer mit wenigen Handgriffen seine Gegner unkontrolliert irgendwo reinsegeln ließ - so, wie sie jetzt dem einen Mann seine vorschnellende rechte Hand mit dem Klappmesser ausrenkte und er rechts an ihr vorbeistrauchelnd in die zwei umgekippten Motorräder knallte.
Oder wie The Rock beim Wrestling zu Hochform auflief - so, wie sie den anderen Zweizentnerkerl mit einem brutalen Clothesline* von den Beinen holte - und unter der Lederjacke steckende Gegenstände durch die Luft flogen - wie sein Geldbeutel an einer Kette, ein Schlagring und ein ziemlich riesiger Revolver - den Megara noch auffing, bevor der Kerl mit dem Kreuz auf der Straße landete. Das hatte ihr die Aufmerksamkeit der Menge garantiert - die applaudierte, während Megara sich leicht errötend verbeugte: "Öhm,,, hehe... Immer dran denken - macht das bloß nicht nach - schon gar nicht auf einer Straße. Wenn der wieder aufwacht, wird er wahrscheinlich nicht mal mehr wissen, wie er heißt!"
In der Tat - macht man all diese Wrestling-Manöver ernsthaft zu Angriffstaktiken, kann man seine Gegner sehr schnell in den Rollstuhl verfrachten - oder in die Kiste. So gewann Megara beim Sparring ab und zu gegen ihre Mutter Diane.
Sie klemmte den riesigen Revolver in ihren Gürtel und sah nach Gramps, der immer noch erstaunt dastand: "Na, da soll noch einer sagen, die Jugend von heute hätte nichts mehr drauf. Könnte mir vorstellen..." zeigte Gramps auf den Kerl von vorhin, der sich diskret verkrümelte: "...daß der Schmutzfuß da hinten was damit zu tun hat!"
"Ja, das denke ich auch." meinte Megara und wandte sich zum Gehen, während einige Leute ihre Bierreste über die am Boden liegenden Biker auskippten. Nur, um sich nachher vorsichtshalber schnell zu verziehen. Gramps besah sich Megara´s Beute: "Na, sieh mal einer an - ein .500er aus Brasilien. Sagte ich doch - die in Südamerika wissen, was gut ist! Hätte ja gesagt, daß der `ne Nummer zu groß für Dich ist - aber das war vor dem Auftritt von vorhin."



Später ging Gramps schließlich nach Hause - und Stacey stand immer noch neben Megara und sah sie an wie ein Weltwunder. Sie sah auf den langläufigen Revolver in Megara´s Hand, mit dem sie trotz seiner enormen Größe offenbar kein Problem hatte: "Das ist ja wirklich `ne Elefantenwumme!"
Dann sah sie wieder Megara an ujnd fragte leise: "Sag mal - wo pennst Du heute?"
"Hier irgendwo - ist ja total warm. Warum?" fragte Megara nach und streckte sich durch. Stacey wurde leicht rot: "Ich bin leicht blau, glaube ich. Und ich bin eigentlich per Anhalter hierhergekommen."
Megara dachte an ihr Erlebnis auf dem Woodstock Festival zurück - und Stacey brauchte gar nicht mehr sagen. Megara grinste: "Dann bleibste eben bei mir. Und wenn´s nach Hause geht - fahre ich Dich hin. Wär´ das was?"  
Dabei allerdings hatte Megara auch was vergessen: Sie war inzwischen ebenfalls etwas blau. Und Stacey wunderte sich am nächsten Morgen über eine wie tot schlafende Megara - die erst nach Einbruch der Dämmerung wieder richtig wach wurde. Und Stacey wunderte sich über sich selber, wie sehr sie diese Person mochte, die sie eigentlich kaum kannte. Und so lernte Stacey über die nächsten Nächte hinweg viel über Megara. Daß sie sozusagen von einem menschlichen Monster vor monströsen Menschen beschützt wurde. Und Megara bemerkte, daß ihre neue Freundin eine ihrer besten Freundinnen werden sollte.



*Clothesline: EIne Wrestling-Attacke, mit der man jemandem schwungvoll mit dem ausgestreckten Arm unter das Kinn von den Beinen holt.
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BeitragThema: Re: Diary of Dreams   Do 11 Sep 2014, 08:54

Late Evening, Indoor Gym Hall Thanxgivin´ Flea Market, 2012

Zufrieden ging Megara neben ihrer zierlichen Mutter und Stacey her, die in ihrer üblichen Brachialgarderobe unterwegs war.
"Weißt Du, was wirklich witzig ist?" fragte Diane ihre Tochter und grinste: "Wenn ich mit Stacey einfach mal so durch die Stadt tigere, dann halten alle SIE für die Böse, hihi!"
Megara fand es angenehm, Stacey in ihrer Nähe zu wissen - und in der ihrer Mutter. Diane ist wesentlich zugänglicher geworden, seit sie Stacey kennengelernt hat - weiß der Deubel, woran immer das gelegen haben mag...
Zu sehen, wie die inzwischen recht stattliche Stacey, nun sogar etwas größer als Megara, die zierliche Diane in ihren lackledernen Gothic-Klamotten einfach mal hochhob und auf ihren Schultern durch die mit Flohmarktständen zugestellte Sporthalle trug und sie so über die sich durch die Gänge schiebenden Menschen hinweggucken konnte - das war schon was. Diane war wie eine... Sechzehnjährige. Diane war... wie sie selber.
Und Stacey an sich? Sie ist genau das geworden, was Megara sich gewünscht hatte - eine absolut klasse Freundin. Und sie ist genau das geworden, was Megara sich für sie gewünscht hat: Sie ist präsent, selbstbewusst und nicht mehr so ein scheues Gewächs. So zu sein, wie Stacey nun ist - tut ihr sichtlich gut. Und da tut es auch nichts zur Sache, daß Diane sie gerade resolut durch die Menge dirigiert, bis alle drei da hin kommen, wo Diane etwas entdeckt hat - oder vielmehr... jemanden.
Elaine.
Da stand sie - in einer schwarzen Stretch, die sie noch schlanker erscheinen ließ und über der sie einen äußerst kurzen, rotkarierten Rock trug (eigentlich eher eine Art `breiter Gürtel´) und ein franseliges, schwarzgrünes Batik-Shirt unter einer bordeauxroten Lederjacke, die an den Flanken und den Innenseiten der Ärmel schwarz war. Megara musterte die mit schweren Schnallen verschlossenen Springerstiefel, während Stacey anerkennend den Daumen hob: "Stylo!"
Elaine hob vielsagend eine Braue, als sie Diane auf Stacey´s Schultern musterte - und die sie zurückmusterte: "Krasse Tapete! Selbstgehäkelt?"
"Nö. Aber Du, was ist mit Dir? Parkinson - und den Rollstuhl vergessen? Alt genug wärst Du ja..." entgegnete Elaine trocken und Diane sprang von Stacey runter: "Wie bitte? Habe ich da gerade richtig gehört?"
"Was denn - kein Kind im Ohr? Ist schon Kacke, so ganz ohne Hörgerät, nicht?" stichelte Elaine weiter und Stacey und Megara lachten sich kaputt.
"Was zum Kuckuck ist denn so verdammt knacklustig?!" wollte Diane wissen - und die sie ebenfalls etwas überragende Elaine sah sie an: "Du. Was sonst?"
"Ich?" stutzte Diane. Man hatte sie schon Vieles ganannt - aber lustig?
"Was denn genau?" wollte sie wissen und Elaine sah sie an: "Naja - ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber Du wirkst so... niedlich. Du kannst wirklich ziemlich niedlich sein, wenn Du willst."
"Findest Du?" wiegte sich Diane auf ihrer Taille, so daß das Deckenlicht sich auf ihrer Lacklederkleidung spiegelte. Elaine sah sich die kurze, schwarze Jacke und die Hose genau an: "Okay - schwitzen wirst DU wohl nicht so leicht - aber warum trägst Du eigentlich fast immer solche Fummel?"
"Woow... Du willst´s echt wissen, hm?" lächelte Diane amüsiert und meinte: "Erst mal mag ich es, daß das Zeug so geil knarrt, wenn ich mich bewege - und dann ist es... praktisch."
"Praktisch?" fragte Stacey nach und Diane nickte: "Oh, ja - es ist total leicht sauberzuhalten. Egal, was da draufgeklatscht wird - einfach nass abwischen - fertig."
"Oh, das betrifft natürlich in erster Linie Blut und sowas?" meinte Megara und Stacey bedauerte schon, diese Frage gestellt zu haben, als Diane wieder nickte: "Genau! Manchmal wird´s eben eine kleine Ferkelei..."
"Das... ist ja sehr schön. Aber was suchst Du eigentlich hier. Elaine?" fragte Stacey die elfenhafte Frau und sie meinte: "Dachte mir, ich sehe mich hier mal um - vielleicht finde ich ja ein schickes Keyboard..."
"DU machst... Musik? Warum weiß ich davon nichts?" fragte Megara mit großen Augen nach und Elaine sagte einfach: "Du hast nie gefragt - ganz einfach."
"HAHAAA! Das ist ja total geil! Du wirst mir immer sympathischer!" lachte Megara und Elaine meinte leise: "Na, was hab ich doch für ein Glück..."
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BeitragThema: I Robot   Mo 29 Sep 2014, 14:13

D.A.R.P.A.

"...ist ein witziger Verein - und sie tun ihr Bestes, um der U.S.-Army das Beste zu geben." erklärte Messinah ihrer Enkelin, als sie an einer Art Sarg herumschraubte, der in ihrer kybernetischen Forschungsabteilung stand.
"Und was machst Du jetzt da?" fragte Megara, auf einem Labortisch sitzend mit schlenkernden Unterschenkeln.
"Nun - ich mache... mich." erklärte Messinah weiter und Megara´s Augen wurden groß: "Wie bitte?"
Messinah drehte sich um: "Es gibt haufenweise Unterhaltungsparks und Museen, die inzwischen teilanimierte Roboter einsetzen - Du weißt schon, diese Jurassic-Park-Dinger zum Beispiel, die täuschend echt aussehen. Aber täuschend echt ist mir nicht genug..."
"Ja, und?" fragte Megara gespannt weiter. Sie spürte, das war wieder ein Schritt in absolutes SciFi-High-Tech-Zeugs.
"ich... will echt. Also habe ich mir bei Pearl mal die Grunfbausteine des Lebens sehr genau angesehen, die passenden DNA-Strukturen und ein synthetisches Protein entworfen - und so konnte ich künstliches Gewebe reduplizieren - Sozusagen artifizielles Leben. Das, was hier drin ist, ist kein Roboter - eigentlich nicht mal ein Android. Das hier ist ein funktionsfähiger Vollsynthet."  
"Aha? Und womit läuft der so?" wollte Megara wissen: "Muss der an die Steckdose - oder so?"
"Harhar... nein... der muss in die Küche. Abgesehen davon, daß sein Körpergewebe nicht von unserer allgemeinen Biomasse stammt, ist er ein Lebewesen - wenn auch völlig synthetisch und keimfrei. Was bedeutet, daß er all das tun kann und tun muss, was ein normaler Mensch so tut - und da liegt der Grund dazu, mich selber zu konzipieren - MENSCH." erläuterte die rothaarige Grenzforscherin ihr Vorhaben. Megara legte den Kopf schief - und Messinah grinste schief: "Sieh mal - ich leite diesen Konzern. Kann aber nicht tagsüber raus - und kann dementsprechend nicht bei... Konferenzen oder sowas dabei sein. Das jedoch ändert sich nun. Das erste Modell kümmert sich nun um unsere EWF-Mainframe."
"Das... erste Modell?" fragte Megara skeptisch nach und Messinah grinste: "Du hast sie gestern getroffen - die, die sich mit den NSA-Leuten rumgeärgert hat. Sie ist ein Synthoid mit einem Teflocarbonhirn aus Graphenlayern - und 3mm-Induktionssteckern im Nacken."
Megara´s Augen wurden groß - und Messinah schraubte weiter an der Maschine herum: "Du musst wissen: Das alles ist keine Hexerei - Alle Technologien, die ich für all das hier benötige, gibt es schon seit Jahren. Und wenn es eine Technologie egal welcher Art erst mal gibt - wird irgendjemand sie auch verwenden. Und wie er sie verwendet, hängt von seiner Persönlichkeitsstruktur ab. DU kennst meine Persönlichkeit - ich kombiniere Dinge gerne in einer Art, wie es noch niemand vor mir tat - und heraus kommt - sie."
"Hi!" kam eine andere Messinah vorbei - und ging an ein Terminal, um sich mit den Servern zu verbinden. Sie wandte sich an Megara: "Ich bin No.:01. Ich habe Messinah´s Persönlichkeit - aber da mein Hirn völlig artifiziell ist, habe ich keine PSI-Fähigkeiten. Dafür aber habe ich totalen Zugriff auf das Internet - und alles, was damit zusammenhängt..."
"DESHALB hast Du gesagt, daß Du üble Daten gesammelt hast?!" bemerkte Megara und sie nickte: "Das ist korrekt. Ich verfüge zudem über eine Außenhaut aus robustem FRUBBER-Nanomaterial, ein Endoskelett aus Karbonnanoröhren und leistungsstarke BiMetallmuskulatur - ICH muss an die Steckdose, hähä..."
"Ja, No.:01 ist sozusagen einer der leistungsstärksten, gewebswassergekühlten und völlig autarken Rechner - und selbst ihre Logikroutine hat berechnet, daß das, was ich anstrebe, völlig logisch und nachvollziehbar ist - weshalb sie mich unterstützt. So beknackt kann ich also gar nicht sein." bemerkte Messinah nebenher. Sie dreht sich stolz zu Megara um: "No.:01 wird sich um die technischen Belange des Hauses Solitaire kümmern - und nebenbei an alternativen Tiefraum-Antriebstechnologien arbeiten. Das alles dank DIR."
Messinah wies auf die überraschte Megara: "Dank mir?"
"Aber ja - Du hast mir damals die Augen geöffnet - Vorstellungsvermögen! Warum auf die Zukunft warten, wenn ich, die unvergleichliche Original-Klapp-mich-auf-und-staun!-Messinah, mit einem IQ von geschätzten 1504 dafür sorgen kann, daß sie gleich hier, jetzt und in diesem Moment beginnt?" stand sie in einer theatralischen Siegerpose vor Megara und die war wirklich sprachlos. Aber dann fragte Megara: "Wie hast Du es geschafft, daß No.:01 so ist wie Du?"
"Damit." wies Messinah auf das Psychotron: "Damit kann ich nicht nur 3D-Konstrukte des Geistes erschaffen - ich kann sie auch speichern und in geeignete Datenträger hinüberkopieren. Ghost-Dubbing"
"Wie in Masamune Shirow´s Ghost in the Shell?" staunte Megara und Messinah nickte: " Und wie in The Sixth Day. Habe mir erlaubt, in Deiner Video- und Comicsammlung nach Anregungen zu suchen. Dank Dir wissen wir nun: Manchmal braucht es frischen Wind von jemand Neuem, der gewisse Dinge in´s Rollen bringen kann." lächelte Messinah und sie dreht sich wieder zu dem Inkubator um: "Und wow! DIE werden aber mal rollen, ich schwör´s Dir!" 
"Du bist un-glaub-lich!" sagte Megara basserstaunt und Messinah entgegnete: "Aber sicher, mein Kind - das weiß ich doch..."
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